Erwacht zum Leben im Geist der Freiheit

ÜBER MICH
FRIEDENSKÜNSTLER, BENSHEIM, HESSEN, GERMANY

Thomas Zieringer im Jahr 2015

Seit 12 Jahren (geschrieben im Jahr 2010) beschäftige ich mich mit dem Thema: welche Denkmale setzen wir uns als Kultur und welche Wirkung hat das auf das kollektive Bewusstsein? 1998 veröffentlichte ich ein Buch, welches die Debatte um das Holocaust-Mahnmal in Berlin um den sozialpsychologischen Aspekt bereichern sollte: Könnte der ehrliche Umgang mit dem Thema die Erkenntnis bringen, dass man neben Mahnmale in unserem Land auch Friedensmale bauen müsste, „wenn etwas aus der Vergangenheit gelernt wurde?”

Das Mahnmal weist auf die Auseinandersetzung mit einem Thema hin. Leid wird angesprochen, ohne dass es zu einer Integration käme.

Ein Friedensmal spricht auch Leid an, aber immer in der Fragestellung, wie das Leid des Vergangenen uns mehr in die Liebe bringen kann; wie es zum Wendepunkt wird. Erst damit können wir uns frei fühlen in der Veränderung der Dinge; wo der "Staub unserer Sehnsucht verwandelt wird zu Licht" (Nelly Sachs).  Und da ist Leben, denn "alles fließt" - und Gott ist das Leben.



Warum ich Friedenszeichen baue

Wenn nur noch von Mahnmälern gesprochen wird - bei aller Berechtigung - aber die Idee, Zeichen des Friedens und der Versöhnung zu setzen, absurd erscheint, weil sich für solche Zeichen in dieser Welt niemand mehr interessiert, stehen wir dann vorm Abgrund?

Wenn es eines Tages keine heiteren Narren mehr gibt, die den Mut haben, trotz allem und gerade weil die Welt so ist, wie sie ist, Zeichen des Friedens und der Versöhnung zu setzen - bei aller scheinbaren Vergeblichkeit - dann sind wir hoffnungslos im Abgrund. Verloren.

Denn es wäre eine kalte Welt ohne Liebe. Eine sterbende Welt.

Liebe will gar nicht verändern - weder die Welt noch die Menschen. Sie IST Veränderung. Sie mag nach Narretei aussehen und ist doch größte Weisheit. Sie ist Leben.

Wo stehen wir?


In den Abgrund tretend
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