Mit Bat-Sheva Dagan und Prof. Dr. Jacobeit

Eine Kultur der Verantwortung

Die Kunst in einer Kultur ist eine wesentliche Kraft für ihre Entwicklung. Der Garten der Freiheit sei ein Schritt aus einer Mahnmalkultur in eine Kultur, in der auch Denkmäler für die gelebte Konsequenz einer dunklen Vergangenheit stehen und zu einem Licht fürs Miteinander werden. Denn wie schlimm muss es kommen, bis wir es uns erlauben wollen auch die Loslösungen von Terror, Hass und Gewalt als Denkmäler zu formulieren? Sind wir in Deutschland dann durch neue Denkmäler mit Frieden, Hoffnung und Leben endlich als Land frei von Schuldgefühlen und dadurch in Frieden mit uns selbst? Dafür kann aber ein Denkmal nicht sprechen. Wie könnten Denkmäler ein Land freisprechen? Die Sprache der Kunst im Garten der Freiheit beschreibt eine persönliche Verantwortung, die man im Leben hat und wahrnehmen will.  Nicht Denkmäler, sondern jeder selbst ist für das verantwortlich, was er mit sich herumträgt und auch in diesem Sinne tut und damit weitergibt. Aber diese Klarheit um eine Konsequenz, die ins Leben finden muss, in die Denkmäler zu bringen, ist ein Paradigmenwechsel in der Erinnerungskultur. Es würde sich eine Verbundenheit mit Yerushalayim (Jerusalem) in einem tieferen Verständnis ergeben. Es würde Frieden bringen.


Kultur als Fundament einer Gesellschaft

Kunst ist mehr als Unterhaltung; sie kann neue Bilder zu denken geben und ist damit eine der wesentlichen gesellschaftsverändernden Antriebskräfte. Kultur ist kein schöngeistiger Luxus, sondern das Fundament jeder Gesellschaft.

Krieg und Gewalt haben heute viele Denkmäler, was aber ist mit Frieden und einem ehrlichen Miteinander? „Die Welt ist schlecht” - das ist gerade die Erklärung, nicht besser zu handeln. Es mündet in einer Abwärtsspirale, ein Teufelskreis - im Zirkel der Erneuerung symbolisiert durch den dunklen Ring, der aber vom Baum des Lebens durchbrochen wird! Das soll ein Signal sein, diesen negativen Prozess ins Positive zu wenden.

Lassen Sie sich inspirieren. Es gibt hier Spiritualität, aber keine religiöse oder politische Ideologie, die Sie glauben müssten. Diese Friedensstätte ist die Idee eines Künstlers. Hinter die Idee stellte sich ein kleiner gemeinnütziger Verein von Unterstützern. Das ganze Projekt ist rein privat finanziert und in ehrenamtlicher Arbeit verwirklicht worden. Da hier niemand Geld oder Macht verdienen kann, ist es mit einer Unterstützung in unsere Gesellschaft - so wie wir sie uns heute eben eingerichtet haben - oft recht schwer. Dennoch zählen solche „idealistischen Ideen” und tragen eine gesunde Gesellschaft mit. Sie finden hier hier den Vorschlag, in sich selbst zu gehen und zu hören, was da klingt, zu spüren, was da ist. Das heißt, sich auf einen wirklichen Weg zu machen... - das wohl größte Abenteuer des Lebens.

Der
Garten der Freiheit befindet sich im Ortsteil Hochstädten im südhessischen Bensheim in der Metropolregion Rhein-Neckar. Besuchen Sie eine der schönsten Landschaften dieser Gegend. Hinter der Burgruine Schloss Auerbach zwischen den Touristenzielen Staatspark Fürstenlager und Felsenmeer (Lautertal) liegt der Garten mit dem Jerusalem Friedensmal und dem Zirkel der Erneuerung in der freien Natur an einem Wanderweg; dem Europäischen Fernwanderweg Nr. 8. Für den Frieden muss man sich auf den Weg machen. Im Lärm der Welt kommt man nur schwer zu sich. Der einzelne Besucher findet im Garten einen Ort der Kontemplation und Einkehr. Der Weg nach Innen sei ein Weg in die Freiheit, die man nach außen ins Miteinander trägt. „ER erschien dem Moses nicht am Palast des Pharao, sondern auf dem Land am Rande des Wegs.”






„Lieber Thomas, vielen Dank für Ihr Buch und Schreiben. Die Sache ist mir sehr symphatisch! (...)”  Ephraim Kishon (Kunsthistoriker und Autor)