Erwacht zum Leben im Geist der Freiheit

Erneuerung

Die Symbolik im Garten der Freiheit zeigt einen positiven Weg mit der Last der Vergangenheit umzugehen, daß die Last in einen Segen gewendet sei. Es entsteht ein neues positives Identitätsgefühl, das Aufgabe und Verantwortung unseres Landes beschreibt und überlebenswichtig für die Kultur ist. So zeigt im Garten der Zirkel der Erneuerung, wie wir die begrenzenden Bilder unserer inneren Welt, die uns heute unfrei halten, durchbrechen und in ein tieferes Verständnis vom Menschsein wandeln können. Es ist die Suche nach dem Weg - man ging so oft schon um den Zirkel herum und drehte sich um sich selbst... Der Tritt über die Schwelle in den Zirkel der Erneuerung bezeichnet den echten Weg ins eigene innere Wesen; man dreht sich nicht mehr um sich selbst. Man kann in echte Beziehungen gehen, weil man endlich bei sich und mit dem Herz verbunden ist. Durch den hier beschrieben Prozess kann die innere schöpferische Kraft wieder frei zum fließen kommen und es entsteht Zukunft. Das gilt im Persönlichen wie auch auf das Land bezogen. Der Garten der Freiheit entstand als nächster Schritt nach dem Berliner Holocaust Mahnmal - nicht als Gegenthese, sondern als Synthese der Darstellung von Schmerz und der Lösung und Wandlung.


Warum braucht Deutschland Versöhnung?

Der Garten der Freiheit mit dem Jerusalem Friedensmal und dem Zirkel der Erneuerung ist ein Zeichen der Versöhnung zwischen Völkern, Menschen und im eigenen Wesen. Das Gedenken an die Vergangenheit, die Verbindung zu unserer Wurzel, ist wichtig, auch wenn Schmerz darin liegt. Aber wir müssen darüber hinaus eine Last der Vergangenheit wandeln wollen in einen Segen für die Zukunft.

Was lässt sich an geistlicher Einsicht lernen? Nur darauf lässt sich eine Zukunft bauen, denn das Fundament unserer in Jahrtausenden gewachsenen Kultur ist doch ein geistiges! Damit es trägt, muss dies aber in den Zeichen, die sich eine Kultur immer wieder neu setzt, in der Denkmalkultur, sichtbar werden. Es gibt zwar heute Friedensdenkmäler, frühere Kriegsdenkmäler, die nun zum Frieden mahnen, aber es konnten sich keine lebendige Kultur mit Denkmälern etablieren, aus denen selbst der Frieden spricht. Das gegenwärtige Deutschland hat eine Mahnmalkultur.


Ohne aber die Idee des Friedens in den Herzen der Menschen gibt es keinen Frieden in der Welt. Ein Blick in die Zeitung zeigt, dass die Vergangenheit keinesfalls bewältigt ist. Dies nimmt Kraft, die Zukunft zu gestalten. Diese Bewältigung - der Segen - muss sich im Gedenken spiegeln und in den Denkmälern und Symbolen festmachen.






Anläßlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an die UNO und ihren Generalsekretär Kofi Annan erklärte dieser am 10. Dezember 2001 in seiner Dankesrede:

„Die meisten Nationen haben Monumente oder Denkmäler des Krieges, bronzene Verherrlichungen heroischer Schlachten, Siegesbögen des Triumphes. Aber Frieden hat keine Zurschaustellung, kein Siegespantheon.”