Erwacht zum Leben im Geist der Freiheit

Kapitel: Medien / Kontroverse / Entwässerung  -  Navigation: rundes Menüsymbol

Der wenig wasserdurchlässige Lehmboden hatte eine Drainage vor dem Eingang vom
Kreis des Wandels notwendig gemacht. Das Wasser wird in einer Zisterne aufgefangen. Mit dem Wasser der Zisterne kann im Sommer wenn es notwendig ist bewässert werden und es kann auch das Bauwerk geputzt werden. Die Maßnahme wurde zur Zeit der Fertigstellung vom Kreis des Wandels im Frühjahr 2012 durchgeführt und beseitigte zuverlässig das Problem stehenden Wassers vor dem Bauwerk nach einem Regen.

Das Nachbargrundstück war verkauft worden. Durch eine Abgrenzungsmaßnahme eines neuen Nachbarn fehlte dann aber die Abflussmöglichkeit des Wassers Richtung Lautertal. Regelmäßig wird Schlamm den Weg heruntergespült, der nach einiger Zeit die einzige Abflussmöglichkeit des Wassers (Richtung Lautertal) versperrte. Um den Weg in Ordnung zu halten, hatte deshalb der KMB (Kommunaler Betrieb) regelmäßig Durchstiche am Nachbargrundstück Richtung Lautertal gemacht. Seit das Grundstück einen neuen Eigentümer hatte und der Nachbar eine wirkungsvolle Abgrenzungsmaßnahme zum Weg hin an der Stelle umgesetzt hatte, wurde das aber vom KMB unterlassen.

Dadurch entstand ein ernstes Wasserproblem, das die Bausubstanz vom
Kreis des Wandels betraf. Da die einfache Lösung über 1,5 Jahre trotz zahlreicher Anfragen bei der Behörde scheiterte, nämlich dass der KMB dem Wasser wieder durch Durchstiche eine natürliche Abflussmöglichkeit geben würde, mussten wir das Problem einseitig durch eine sehr teure Schutzmaßnahme lösen. Der Kreis des Wandels ist in einer leichten Senke gebaut. Wir nahmen eine Planierung des Geländes um den Kreis vor, um dadurch zu verhindern, dass sich Wasser um ihn staut. Stattdessen versickert es nun im planen Rasen um den Kreis. Die Hauptmenge Wasser kommt die beiden Seiten des Weges herunter. Mit zwei flachen Entwässerungsgräben wird das Wasser nun auf beiden Seiten vor der Friedensstätte Richtung Hochstädten abgeführt ehe es zum Problem werden kann.

Die Maßnahme war, da der Weg der Gemeinde Lautertal gehört, auf kurzem Weg mit der Gemeinde Lautertal abgesprochen worden. Mit der Heppenheimer Kreisbehörde gab es keine Gespräche mehr, da man dort wie im Folgenden gezeigt, nicht bereit war bei der Lösung unseres Problems zu helfen. Stattdessen hatte der Kreisdezernent sogar eine sinnvolle kleine Lösung, die mit dem KMB und den Eigentümern des Weges zusammen hätte verwirklicht werden können, untersagt. Da die Bausubstanz gefährdet war und für das Projekt auch bereits ca. 150.000 Euro ausgegeben worden waren, mussten wir aber handeln. Als Verein setzen wir dann eine Lösung um, die groß ausfallen musste, da wir gezwungen waren eine Lösung zu finden, die wir einseitig würden umsetzen können.

Die folgenden Aufnahmen stammen von der Situation vor unserer Entwässerungsmaßnahme. Vor dem Eingang zum
Kreis des Wandels  hatte sich in der Erde bereits eine Mulde gebildet und es war zu befürchten, dass es im Winter zu ernsten Schäden am Bauwerk kommen würde.

Wasserproblem vor der Entwässerung

Anbei ein Brief an den KMB, einer von vielen Briefen bezüglich des Themas Entwässerung. Wir hätten uns die Maßnahme, die zusätzlich über 30.000 Euro gekostet hatte, gerne gespart. Die Entwässerungsmaßnahme machten wir erst, nachdem über 1,5 Jahre ohne Erfolg versucht wurde in Bensheim bei Stadträten und in Heppenheim bei der Kreisbehörde und beim KMB auf das den Bau der Friedensstätte existenziell gefährdende Problem aufmerksam zu machen.

Da es nach der Maßnahme über Monate hinweg ungewöhnlich viele und lange Regenfälle gab, hatten wir mit dieser Entwässerungsmaßnahme wahrscheinlich tatsächlich verhindert, dass uns die Bausubstanz zerstört würde bzw. dass sich der
Kreis des Wandels abgesenkt hätte.


Brief an den Kommunalen Betrieb (KMB) vom 27. Juni 2013

Sehr geehrter Herr Lautenschläger,

ich bitte Sie um eine möglichst baldige Antwort. 


Heute ist übrigens ein Baum am Selterswasserhäuschen  heruntergestürzt  und blieb in den Ästen anderer Bäume über dem Fahrweg hängen. Meine Arbeiter  am Denkmal waren den Morgen über damit beschäftigt, die Gefahrensituation möglichst schnell wieder zu entschärfen. Ich möchte Ihnen damit nur zeigen, dass wir uns wirklich fürs Gemeinwohl engagieren. 


Ich möchte Sie um einen möglichst kurzfristigen Termin vor Ort am Friedensmal bitten. Der Boden vor dem Denkmal hat bereits eine kleine Mulde ausgebildet. Ich habe Sorge um die Bausubstanz. 


Die Entwässerung des Weges ist nicht mehr gegeben und er ist in schlimmen Zustand gerade vor dem Eingang des Denkmal, so dass die Besucher eine Menge unnötigen Matsch hineintragen (weil Wasser zur Nachbarseite nicht mehr abfließen kann und Fahrzeuge auf Grund von neu gewachsenen Bäumen und Findlingen stellenweise auf den unbefestigten Mutterboden auf unserer Seite ausweichen).


Ich möchte Ihnen unsere Maßnahmen zur Problemlösung vorstellen  und ich würde gerne von Ihnen erfahren, wie der Weg wieder instand gesetzt werden kann, so dass er langfristig haltbar bleibt (Entwässerungsproblematik). Ich möchte Ihnen meine Ideen dazu weitergeben. 


Im Rahmen der Entwässerungsmaßnahmen auf unserer Seite könnten wir das Stück Weg vor dem Denkmal auch selbst instand setzen. Doch muss das Sinn machen und ich möchte das nicht ohne Abstimmung mit Ihnen tun. 


Falls nötig, könnten Sie zu dem Termin einen Sachbearbeiter der Kreisbehörde bzw. der Stadt Bensheim hinzunehmen. Ich weiß nicht, wer da in der Sache noch angesprochen werden muss. 


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Dies ist ein Schreiben vom Kreisbeigeordneten, das aufzeigt, dass unsere Erweiterungen geduldet wurden und dass bei der Behörde in zahlreichen Schreiben durchaus ankam, dass wir ein ernstes Problem mit der Entwässerung am Denkmal haben. Statt die von uns geschilderte Problematik zu lösen, ließ man es darauf ankommen, dass uns erhebliche Schäden an der Friedensstätte entstehen würden. Erst dann entschlossen wir uns für eine eigene Schutzmaßnahme ohne das der Behörde noch vorher bekannt zu machen.


Schreiben von Herrn Schimpf vom  1. Juli 2013

Sehr geehrter Herr Zieringer,
unter Bezugnahme auf Ihre Mail vom 27.06.2013 an Herr Landrat Wilkes und Herrn Stadtrat Roeder wie folgt:
 
Eine Genehmigungsauflage in der Gestaltung des Zaunes dergestalt, dass sich dieser in ein (subjektives) Gesamtbild im Einklang mit dem errichteten Friedensmal einfügt, ist rechtlich nicht möglich und daher von meiner Behörde auch nicht zu verfügen gewesen. Insoweit geht Ihr Hinweis an meine Behörde fehl . Auch ein Fehlverhalten o.ä. ist in diesem Zusammenhang – wie Ihnen durch den Schriftverkehr mit Ihrem Rechtsanwalt bekannt – nicht ersichtlich.
 
Bezüglich des Friedensmals muss ich Sie allerdings darauf hinweisen, dass von Ihnen dort zwischenzeitlich weitere bauliche Eingriffe vorgenommen wurden, welche nicht Bestandteil des damaligen Antrages zur Errichtung des Friedensmals waren und ebenso nicht der entsprechenden Genehmigung.  
Diese baulichen Eingriffe wurden am 15.04.2013 festgestellt und umfassen:
-          1 Gedenkstein am Wegesrand mit Einfassung und Aufschrift aus Metallbuchstaben
-          2 Obelisken mit Fundamenten jeweils links und rechts am Gedenkstein sowie 2 Eibenbäume
-          2 Steinbänke jeweils eine nördlich und eine südlich im Abstand von ca. 10 m vom Friedensmal
-          4 Gartenbänke, davon 2 am Gedenkstein und 2 auf der Wiese
-          1 Schild
-          Lagerplatz für Mutterboden, Holzdielen und etwas Baumaterial    
 
Ich weise daraufhin, dass diese baulichen Eingriffe nicht durch die Genehmigung zur Errichtung des Friedensmals abgedeckt sind und fordere Sie hiermit auf weitere Bautätigkeiten am Friedensmal und seinem Umfeld zu unterlassen.
 
Hinsichtlich der Entwässerungsproblematik weise ich darauf hin, dass es sich um einen Feld bzw. Wirtschaftsweg handelt. Eine Versiegelung und oder Grabenziehung kommt im Aussenbereich nicht in Betracht. Der KMB wurde von mir dementsprechend informiert.
 
Mit freundlichem Gruss
Schimpf
Kreisbeigeordneter



Zur Behauptung, es wäre vor unserer Entwässerungsmaßnahme am Ort schöner gewesen und wir hätten wertvolle Natur zerstört, zeige ich diese Bilder. Es gibt übrigens keine "Obelisken" am Denkmal wie im Brief vom Kreisdezernenten erwähnt. Tatsächlich handelt es sich um die Füße (Stelen) der Informationstafeln. Die Tafeln selbst waren zu der Zeit nicht auf die Stelen montiert, weil man sie uns immer wieder aus der Verankerung gedreht hatte und wir erst mal Ruhe einkehren lassen wollten.

Matsch vor dem Denkmal


Unser Entwässerungsgraben funktioniert
Das sind Bilder vom 1. Mai nach einem starken Regenguss. Sie zeigen, wie gut die Maßnahme für die Entwässerung funktioniert. Dies ist einer der gestalteten Entwässerungsgräben“. Man sieht, dass hier Wasser weggeflossen ist. Gleichzeitig ist er so sanft gestaltet, dass er gar nicht in der Landschaft auffällt.





Das Gras ist angewachsen
Der Kreis des Wandels direkt nach einem Regen. Nirgendwo steht mehr Wasser. Auch vor dem Eingang des Kreises steht kein Wasser mehr.


Weg nach der Entwässerungsmaßnahme
Der Weg ist zuverlässig durch unsere Abschläge entwässert und in gutem Zustand.
Besuche: